Ein herausragender Abiturjahrgang

Abschied: Eine Schülerin erreicht am Johannes-Butzbach-Gymnasium die Traumnote 1,0 - 66 schaffen das Abitur

Miltenberg. Einen herausragenden Abiturjahrgang hat Schulleiter Joachim Fertig am Freitag aus dem Johannes-Butzbach-Gymnasium verabschiedet. 21 der 66 Abiturienten haben eine 1 vor dem Komma, eine Schülerin kann auf die Traumnote 1,0 stolz sein. Überraschungsgäste waren 22 Schüler der Abiturjahrgangs 1958. Sie gaben den Abiturienten ermunternde, nachdenkliche und wohl gemeinte Worte mit auf den weiteren Lebensweg.

Der Schulleiter gab den Abiturienten mit auf den Weg, ihre individuelle, intelligente Begabung, ihre geistige Flexibilität und ihren Wissensstand zu nutzen, um kreative Lösungen für Probleme zu entwickeln. Er gab zu, dass sich erst in den letzten Schuljahren immer häufiger Arbeitsmethoden etabliert hätten, die mehr Zeit und Raum für Kreativität gaben. Er lobte das Gesamtergebnis, was ein gemeinsamer Verdienst von Schülern, Eltern und Lehrern sei. Seine Wünsche verpackte er in ein Zitat von Maya Angelou: "Kreativität kann man nicht aufbrauchen. Je mehr man sich ihrer bedient, desto mehr hat man."

Die Fußball-EM hinterließ Spuren in allen Reden. Landrat Roland Schwing stellte den Satz: "Glück ist das Maß für die kleinste Zeiteinheit im Leben eines Menschen" in den Mittelpunkt seiner Rede. Dass die Fußballer nach einem erfolgreichen Spiel einzigartige Glücksmomente ebenso empfinden wie die Abiturienten bei der Überreichung des Zeugnisses, war er sich sicher. Er lobte die Leistungsbereitschaft und Ausdauer der Abgänger und wünschte, dass sie diese kleinste Zeiteinheit Glück noch oft erleben.

"Für Sie ist schon heute das Finale", so Bürgermeister Joachim Bieber, "der Schulleiter pfeift gleich Ihr Spiel ab." Er freute sich, dass eine dauerhafte Leistung gezeigt, keiner vom Platz gestellt und die Lehrer mit Fairness die Spiele geleitet hätten. "Wenn einer mit einem Autocorso fahren und die Siegerfahne schwenken darf, dann sind Sie es", so Bieber.

Mit einem Baum verglich der Vorsitzende des Elternbeirates Klaus Huhn den Werdegang der Abiturienten. Die Wurzeln seien das Elternhaus, wo Halt und Stabilität vermittelt wurden, in der Schule hätten die Lehrer für den Wuchs gesorgt und, wenn nötig, manchen Rückschnitt vorgenommen. Heute beginnt Euer spannendster Lebensabschnitt, zeigte sich der Vater eines Abiturienten überzeugt. Er gratulierte auch den Eltern und bezeichnete die Mütter als die letzten Idealisten in einer materiell geprägten Welt. Aus diesem Grund stand ein großer Korb mit Rosen bereit. Jeder Abiturient bekam eine Blume in die Hand, um sich bei seiner Mutter zu bedanken.

Fußballgeprägt war auch der Rückblick von Nicole Berberich und Stefanie Henn, die sich an den Anpfiff 1999 durch Cheftrainer Dietmar Andre erinnerten. Mit 108 Spielern habe man begonnen, doch nach Platzverweisen, Ein- und Auswechslungen seien nur 66 Schulabgänger übrig geblieben. Sie lobten die gute Kommunikation zwischen Trainern und Spielern und dankten den Eltern, weil sie immer an die Nachwuchstalente glaubten. Leise Kritik äußerten sie an der Cafeteria, wo es weder altersgerechte Portionen noch schülerfreundliche Preise gebe.

Jeder Abiturient bekam vom Schulleiter sein Hochschulreifezeugnis mit einem Bildband des Landkreises. Vom Elternbeirat gab es für einige Schüler einen Buchgutschein. Als Vertreter des Freundeskreises verteilte Gerhard Schneider an viele seiner ehemaligen Schüler Buchpräsente. Die Feierstunde wurde von der Bigband des Gymnasiums sowie durch die Abiturienten selbst gestaltet.

(Quelle: Annegret Schmitz, in: Bote vom Untermain, 28.06.2008)

Eindrücke von der Abiturfeier

50 Jahre Abitur - ein Blick zurück

Die Abiturienten des Johannes-Butzbach-Gymnasiums 2008

Johannes Ackermann (Miltenberg), Catherine Allié (Bürgstadt), Michael Balles (Miltenberg), Marieke Bauer (Großheubach), Mario Beck (Freudenberg), Nicole Berberich (Neunkirchen), Maximilian Bergert (Großheubach), Moritz Berlinger (Umpfenbach), Christoph Busch (Neunkirchen), Miriam Dietrich (Großheubach), Wolfgang Galetzka (Neunkirchen), Daniela Gehrlich (Bürgstadt), Lena Geis (Mönchberg), Lisa Gerecht (Großheubach), Nicolai Goßmann, Simon Hanikel, Yousif Hanna (alle Miltenberg), Theresa Hartmann, Hanna Heim (beide Dorfprozelten), Kristina Heinbücher (Eichenbühl), Christina Helmstetter (Bürgstadt), Lisa Hench, Stefanie Henn (beide Miltenberg), Johannes Hock (Bürgstadt), Christoph Hoffmann (Dorfprozelten), Katrin Hofmann (Eichenbühl), Urs Holzmeister (Dorfprozelten), Peter Huhn (Miltenberg), Tobias Kaufmann (Mönchberg), Dominik Keller (Miltenberg), Tobias Krug, Elisa Lorenz (beide Kleinheubach), Darja Makeewa (Rüdenau), Florian Müller (Kleinheubach), Anna Neuberger (Neunkirchen), Felix Pawlowski (Miltenberg), Vreda Pecher (Bürgstadt), Simone Pfeiffer (Dorfprozelten), Christina Pfeil (Bürgstadt), Christian Reichel (Eichenbühl), Daniel Reichert (Bürgstadt), Nicolai Reiß (Großheubach), Beatrice Reith (Kleinheubach), Madeleine Reuter, Nina Ritter, Matthias Roth, Christina Schäfer (alle Miltenberg), Sabrina Schecher (Kleinheubach), Florian Schenk (Großheubach), Christina und Janine Schiller, Vera Schneider (alle Freudenberg), Michael Schöpf (Miltenberg), Anna Schröder (Miltenberg), Annika Straub (Bürgstadt), Theresa Straub (Großheubach), Niels Ströher (Mönchberg), Linda Uhlmann (Obernburg), Natalie Ulrich, Jens Weber (beide Großheubach), Marius Wenzel, Peter Wolz (beide Miltenberg), Tatjana Wolz (Kirschfurt), Andreas und Dominic Zipprich (Obernburg), Antonia Zöller (Großheubach).

Ausgezeichnete Schüler/innen




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