Deutsch-chinesischer Kulturaustausch

Partnerschaft: Schüler des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg bei zweiwöchigem Besuch in Shanghai


Miltenberg/Shanghai. Faszinierende und unvergessliche Einblicke in eine fremde Kultur haben Schüler und Lehrer des Johannes-Butzbach-Gymnasiums bekommen, als sie vom 27. Oktober bis 7. November nach China reisten. Gepflegt wurde dabei die Partnerschaft mit dem Gymnasium II der Tongji-Universität Shanghai.
Entstanden war die Partnerschaft zwischen dem Miltenberger und dem Shanghaier Gymnasium 2003 bei einem internationalen Musiktreffen in Berlin. Seither wurde der Kontakt von beiden Seiten intensiv gepflegt, so dass jetzt bereits das dritte Treffen auf Austauschbasis zustande kommen konnte.

17 Miltenberger Schüler sowie die Lehrer Claudia Bott und Alexander Jörg hatten sich unter der Leitung von Martina Gronemann und Jingwen Liu-Rieger auf den langen Flug von Frankfurt nach Shanghai gemacht.

(Schüler des JBG üben sich in der chinesischen Kalligrafie)
Anstrengender Schulalltag

Nach einem herzlichen Empfang durch die Schulleiterin Liu You Xia im Gymnasium II der Tongji-Universität konnten die Lehrer und Schüler die chinesische Gastfreundschaft in den Gastfamilien genießen und sehr interessante Einblicke in die Lebensverhältnisse gewinnen. Den chinesischen Schulalltag erlebten die deutschen Gäste als sehr anstrengend.

Obwohl sich die Reiseteilnehmer bereits Monate zuvor auf dieses Treffen mit einem wöchentlichen Chinesisch-Sprachkurs vorbereitet hatten, musste die Konversation meist auf Englisch ablaufen. Die ersten Gehversuche im Chinesischen verliefen meist erfolgreich. Durch gemeinsame Aktivitäten in der Schule machten sich die Schüler mit den Lebensgewohnheiten der anderen vertraut, auch um die "fremde" Welt besser kennen zu lernen. Während eines gemeinsamen Treffens in der Aula der Schule stellten die JBG-Schüler ihrerseits Deutschland, die Region Miltenberg und das Johannes-Butzbach-Gymnasium in Bildern und kurzen Referaten vor. Besonders eindrucksvoll war eine musikalische Darbietung mit alten traditionellen Instrumenten, die die Shanghaier Schüler virtuos beherrschten.

Bei Ausflügen in die 18-Millionen-Metropole Shanghai zeigte sich den deutschen Gästen das faszinierende Bild einer Stadt zwischen Tradition und Moderne, mit extremen Gegensätzen zwischen zukunftsweisenden Wolkenkratzern und den engen Gassen und traditionellen Häusern des Altstadtviertels.

Gegenbesuch vereinbart

Bei einem abschließenden Treffen und gemeinsamen Abendessen wurde von beiden Seiten der Wunsch nach Fortführung und Festigung der Schulpartnerschaft ausgesprochen. Die Chinesen sicherten einen Gegenbesuch im kommenden Jahr in Miltenberg zu.

Ein anschließender Aufenthalt in der chinesischen Hauptstadt Peking mit ihren historischen Sehenswürdigkeiten, den Olympiasportstätten und ein Abstecher zur Großen Mauer rundeten die überwältigenden Eindrücke ab, die die Gruppe des JBG nach zwei strapaziösen Wochen mit nach Hause nahm.

(Quelle: Alexander Jörg, in: Bote vom Untermain, 18.11.2008)

[Impressionen vom China-Austausch]

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