Europatag am JBG



Am 22. Januar fand am JBG der alljährliche Europatag statt. Normalerweise ist dieser für den 9. Mai vorgesehen, wurde jedoch wegen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vorverlegt.

Die Podiumsdiskussion wurde mit den Landtagsabgeordneten Dr. Kaiser von der SPD und Herrn Rüth von der CDU geführt.
Herr Dr. Kaiser zu der Frage, welche Vorteile die EU mit sich bringe: Er erklärte, dass Europa ein Friedens- und Freiheitsprojekt sei und dass Deutschland durch die EU einen enormen Wohlstand vorweisen könne. Es sei ein Vorreiter in der Umweltpolitik und komme durch die EU zu nachhaltiger Weiterentwicklung. Neben den Vorteilen für ein Land in der EU wurde auch die Frage gestellt, welche Vorteile die EU für Jugendliche hat. Ein Ziel der EU ist zum Beispiel vergleichbare Studien- und Schulabschlüsse in verschiedenen Ländern zu ermöglichen. Es soll möglich sein, mit dem Abitur in einem anderen Land zu studieren, ohne eine zusätzliche Prüfung zu absolvieren. Oder nach einem Auslandssemester im Inland weiter zu studieren.

Einen anderen Punkt, den die Schüler angeführt haben, war, dass die EU die Demokratie in Deutschland untergräbt. Es wurde erklärt, dass durch den Verfassungsvertrag der EU Demokratiedefizite gelöst werden sollen. In diesem Verfassungsvertrag, den inzwischen 18 von 27 Ländern unterschrieben haben, ist unter anderem die Stärkung des Europäischen Parlaments verankert, sowie eine klare Regelung über einen Mehrheitsentschluss, der Europa wirtschaftlich machen soll.

Abschließend wurden die beiden Politiker noch auf das Jugendparlament angesprochen und es wurde gesagt, dass solche Rollenspiele zwar wichtig seien, aber am Ende doch die richtigen, gewählten Parlamente die Entscheidungen treffen. In diesem Zusammenhang appellierte vor allem Herr Dr. Kaiser an die Schüler, die sich politisch betätigen wollen, Mitglieder in Jugendparteien oder Jugendorganisationen von Parteien zu werden.

Chantal Lucas / Josephine Fontaine (Kl. 10a)



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