Pädagogischer Tag mit
Dr. Hemminger
(12.09.2006)



Die Lehrer des Johannes-Butzbach-Gymnasiums nutzten den unterrichtsfreien Dienstag für eine pädagogische Fortbildung. Diesmal stand eine Gruppe Schüler im Mittelpunkt, die mit etwa 10% der Jugendlichen einen nicht geringen Anteil am Schulalltag hat: die Kinder und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen.
Mit Herrn Dr. Hemminger, dem Leiter der Psychologen-Kinder-Jugendpsychiatrie Würzburg, konnte ein versierter und engagierter Referent gefunden werden, der den Lehrkräften psychische Störungen im Jugendalter und ihre Konsequenzen für den Unterricht und die Betroffenen vorstellte. In einem sehr kurzweiligen, eindrucksvollen Vortrag wurde die Vielzahl von Erscheinungen systematisch vorgestellt und Hinweise für deren Behandlungen gegeben. Dadurch schärfte sich der Blick der Lehrer für derartige Situationen. Dies sei sehr wichtig, denn, so Hemminger, das Hinschauen und die Kontaktaufnahme mit Schüler und Eltern, aber auch Hilfseinrichtungen, seien die zentralen Aufgaben des Lehrers in diesem Bereich.
Ein weiteres Anliegen des Referenten war, sowohl die Eltern als auch die Lehrer vor Schuldzuweisungen zu bewahren. Die meisten psychischen Erkrankungen seien zu komplex, als dass es einen "Schuldigen" geben könne - bei rechtzeitigem Erkennen und Behandeln seien sie aber begrenzbar oder sogar behebbar.
Durch die vielseitigen Informationen, unterstützt durch Beispiele aus der Praxis, und nach einer abrundenden Diskussion fühlen sich viele Lehrer gewappnet für außergewöhnliche Situationen im neuen Schuljahr.



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