Vergängliche Werke aus Holz, Laub und Steinen

Die Klasse 7b des JBG hat im Rahmen des Kunstunterrichts zum Thema „Gesicht und Gestalt“ Kunstwerke in der Natur geschaffen. Diese Werke sind aufgrund ihres Standortes öffentlich zugänglich (oberhalb der Tunnelausfahrt zur Brücke, Pfad Richtung Kloster Engelberg).

Die Schüler wurden bei diesen Arbeiten von der Kunstströmung "Landart" inspiriert. Diese 1969 entstandene Kunstrichtung wollte verhindern, dass ihre Kunst wieder ein Konsum-Objekt des Besitzbürgertums wird. So entstanden riesengroße Werke die in kein Kunstmuseum passten. Die Klasse 7b hat sich zuvor einen Film über Andy Goldworthy, einem zeitgenössischen Vertreter dieser Kunstgattung, angeschaut. Der Film dokumentiert in anschaulicher Weise die Aspekte dieser Kunst: Vergänglichkeit – die Werke bestehen nur in einem begrenzten Zeitraum. Zeit – die Werke können nur in einem in der Regel von der Natur her bestimmten Zeitraum geschaffen werden. Material – es werden nur Naturmaterialien verwendet. Entstehungsprozess und Kunsterlebnis – die Objekte entstehen direkt in der Natur, wo unmittelbar Einflüsse wie Kälte, Emotionen usw. erfahren werden können.

Diese Aspekte bildeten auch die Grundlage der Schüler-Arbeiten. Es durften nur Naturmaterialien verwendet werden, die vor Ort auf dem Boden lagen. Das waren im wesentlichen das Herbstlaub, abgebrochene Zweige und Äste und Steine. Der zeitliche Rahmen war durch die Länge einer Doppelstunde begrenzt und aufgrund des Hin- und Rückweges zu Fuß um eine halbe Stunde beschnitten. Das Thema leitete sich aus dem Lehrplan ab, der unter anderem experimentelles Erproben mimischer und gestischer Ausdrucksformen für das 7. Schuljahr vorsieht. Es wurde in Zweier- und Dreiergruppen gearbeitet.

Wie lange diese Werke noch bestehen werden hängt von den Natureinflüssen Wind und Niederschlag ab.

(Bernhard Berger)

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