Hautnah die Steinzeit erleben



Gemeinsam mit dem Regensburger Experimentalarchäologen Lothar Breinl begaben sich die Schüler der 6. Jahrgangsstufe auf sehr anschauliche Art und Weise zurück in die Epoche der Steinzeit.
Das im Unterricht erworbene Wissen konnte auf praktische Art und Weise sowohl wiederholt als auch vertieft werden. Dabei wurde ein Bogen gespannt von den Betätigungsfeldern eines Archäologen bzw. eines Experimentalarchäologen, über gesicherte Erkenntnisse zum Alltagsleben in der Steinzeit bis hin zur Selbsterprobung von steinzeitlichen Handwerkstechniken.
Hierbei konnten die Schüler, im wahrsten Sinne des Wortes, hautnah erleben, dass auch unsere Vorfahren Wert auf Styling und Aussehen legten (Herstellung von Kleidung, Accessoires, Makeup und „Haarschneidemessern“), dass das Entfachen eines Feuers mit den eigenen Händen unter Umständen sehr mühsam sein konnte, dass auch ein Steinzeithandy seinen Zweck zur Verständigung erfüllte und auch der Fortschritt Einzug in das steinzeitliche Alltagsleben hielt (z. B. in Form eines Steinzeitbohrers). Betrachtet man Werkzeuge und Haushaltsgegenstände aus dem 21. Jahrhundert, so lässt sich überraschenderweise feststellen, dass ihre Ursprünge in den Anfängen der Menschheitsgeschichte zu finden sind. Lediglich die verwendeten Materialien haben sich verändert. Es kommt nun nicht mehr ausschließlich der „Stahl der Steinzeit“ zur Anwendung.
Fächerübergreifend konnten die Schüler beim Steinzeitprojekt auch der Herkunft von neuzeitlichen Redensarten nachgehen ("Das brennt wie Zunder!", "Er war steinreich.").
Am Ende des kurzweiligen Vormittags zogen die jungen "Steinzeithandwerker" stolz mit ihren handwerklichen Erzeugnissen in Form von Steinzeitbohrern, Pfeilen, Steinzeithandys, Muschelschmuck, Tonfiguren oder auch steinzeitlichem Make up nach Hause.

(Simone Weitz)

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