Cicero klagt Verres an:
Ein Lateinprojekt der Klasse 10a

Es ist im Jahr 70 v. Christus.
Verres, der ehemaliger Statthalter von Sizilien, wird angeklagt.
Er hat diese römische Provinz ausgebeutet ohne Ende. Kunstraub,
Erpressung, Mord und Folter, jedes Mittel war ihm recht, um selber
reich zu werden.
Die Einwohner Siziliens haben Cicero, dem sie vertrauen, zu ihrem
Anwalt gemacht. Er ist der Ankläger und er deckt die Verbrechen des
Verres gnadenlos auf. Eines nach dem anderen. Zum Beispiel das folgende:

Verres bringt ein mit Beute schwer beladenes Piratenschiff in seine Gewalt.
Er beschlagnahmt die Beute für sich. Die Piraten, die er gefangen hat, können sich
für viel Geld freikaufen. Nun hat er schon doppelt verdient, aber es reicht noch
nicht. Statt der Piraten lässt er unschuldige römische Bürger ins Gefängnis werfen.
Sie sollen hingerichtet werden. Ein Liktor, Sextius heißt er, bewacht den Kerker,
in dem die Gefangenen, junge Männer, festgehalten werden. Und nun
verdient auch Sextius sehr gut: Er erpresst die Eltern der schuldlosen Gefangenen
und sagt zu ihnen: "Wollt ihr eure Kinder besuchen? Dann bezahlt etwas dafür.
Wollt ihr ihnen Essen, Kleidung bringen? Bezahlen. Wollt ihr, dass ich die Jungs
nicht quäle? Das kostet etwas. Und wenn ihr möchtet, dass ich sie zum Schluss
mit einem einzigen Hieb töte: Dann müsst ihr tief in die Tasche greifen."

Genau an dieser Stelle wurde die Klasse 10a kreativ. In großen Bildern auf rotem Grund
illustrierte sie die Szene: Drinnen im Kerker die armen jungen Männer, draußen die
unglücklichen Eltern und dazwischen Sextius, der Sadist.



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