JBG-Miltenberg-Lehrkräfte im österlichen Danzig
„27 Lehrkräfte auf eigene Kosten in den Ferien nach Polen. Wo gibt es denn so etwas?“, umriss der Schulleiter des Johannes-Butzbach-Gymnasiums Miltenberg, Ansgar Stich, die Reaktionen, die er erntet, wenn er die Rahmenbedingungen der von ihm organisierten Kollegiumsfahrt anderen gegenüber darstellt. Er beantwortet das dann üblicherweise: „Nur am JBG Miltenberg, wo denn sonst?“ Ein vielfältiges Kulturprogramm machte die Osternstudienreise, die nach den Zielen Krakau 2019 und Warschau 2024 schon eine gewisse Tradition am JBG hat, zu einer sehr interessanten und bereichernden Erfahrung, denn für viele Teilnehmende gestaltete sich diese auch als erster intensiver Kontakt mit der Kultur des Nachbarlandes. So beeindruckte z. B. das auch technisch-medial hervorragend ausgestaltete Museum über den Zweiten Weltkrieg. Sowohl eher klassische polnische Geschichte als auch die Ereignisse rund um die Streiks auf der ehemaligen Lenin-Werft, das Kriegsrecht und die Gewerkschaft Solidarnosc vermittelte die exzellente Stadtführerin Magdalena Boska. Ganz anderer Art waren die beiden „Naturerlebnisse“: Die Wanderdüne in Leba und das Ostseebad Sopot wurden besucht. Die Marienburg beeindruckte nicht nur durch ihre Größe, die Westerplatte durch ihre Geschichte. Neben all diesen Aspekten darf bei einer Polenfahrt natürlich auch das Kulinarische nicht fehlen. Schulleiter Ansgar Stich hatte als Initiator und Organisator des Ganzen auch gemeinsame Restaurantbesuche vorgeplant, die zu tatsächlich recht günstigen Preisen polnisches Essen auf hohem Niveau ermöglichten. So kam auch die Gemeinschaftsförderung trotz der sehr großen Gruppe nicht zu kurz. „Überhaupt war das eine tolle Teambuildingmaßnahme in einem sowieso schon von einem großen Gemeinschaftsgeist geprägten Kollegium“, resümierte Stich und war sich da mit dem mitreisenden stellvertretenden Personalratsvorsitzenden Alexander Jörg einig, der auf der Rückfahrt den Dank der Teilnehmenden gewohnt humorvoll verpackte.
(Christoph Grein)
