Ein spielerischer Einstieg in die Berufswahl

„Modul zur beruflichen Orientierung“ – etwas sperrig gestaltet sich der Name des neuen „Faches“, das die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe im neuen G 9 in einem jeweils 8- bis 9-wöchigen Kurs nacheinander durchlaufen. Zurzeit ist die Klasse 9b an der Reihe, die nach einem ersten Einstieg und Überblick über die Thematik in der ersten Dezemberwoche nun Besuch von der Arbeitsagentur Aschaffenburg bekam, in Persona vertreten durch Frau Carola Brunner, ihres Zeichens offiziell für das JBG zuständige Schulberaterin.

Frau Brunner, die bisher hauptsächlich in der Oberstufe als Berufs- und Studienberaterin tätig war und ist, erklärte dankenswerter Weise ihre Bereitschaft zu einem Vor-Ort-Termin an unserer Schule, zu dem sie den Schülerinnen und Schülern mit Hilfe eines „Berufswahlspiels“ einen lockeren Zugang zu den an sich ernsten Fragen der Berufswahl ermöglichte. Und das ging so: Insgesamt 44 wichtige Fragen und Aussagen zur Berufswahl sollten jeweils ganz persönlich für sich beantwortet werden, ob diese individuell zutreffen oder nicht. Beim Übereinstimmen mit der Aussage wurde ein bestimmter Buchstabe zugeordnet und immer jeweils ein Feld weiter nach rechts gerückt, so dass am Ende ein oder mehrere Buchstaben am weitesten vorrückten (siehe Foto).

Dabei stehen die Buchstaben von A bis H für unterschiedliche Berufsfelder wie beispielsweise A für Ingenieurswissenschaften, B für Agrar- und Forstwissenschaften oder C für Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Resultat ist also ein „Matching“, d. h. ein Zusammenpassen der individuellen Profile mit den Profilen und Eigenschaften in dem betreffenden Berufsfeld. Dabei gab es dann doch die eine oder andere überraschende Erkenntnis, die so vielleicht nicht erwartet wurde.

In einem weiteren Schritt sollten die Schülerinnen und Schüler sich ein oder mehrere Berufsfelder oder ganz konkrete Berufe heraussuchen, zu denen sie dann in der zweiten Stunde im Computerraum mit Hilfe einer Internetrecherche Berufsprofile studieren und Fragen dazu beantworten sollten. Das Ergebnis dieser Arbeit wird in der darauffolgenden Doppelstunde in der nächsten Schulwoche vorgestellt und thematisiert.

Weitere Bausteine der beruflichen Orientierung werden in der Folge ein recht umfangreicher Berufswahltest mit „Check-U“ – einem Angebot der Agentur für Arbeit – sowie Bewerbung und Auswahlverfahren sein, die u. a. verschiedene Einstellungstests und die Möglichkeit zum Ausprobieren von Vorstellungsgesprächen beinhalten. All dies kann gut für das Betriebspraktikum genutzt werden, das aufgrund der an unserer Schule vorhandenen „doppelten“ neunten Jahrgangsstufe (in Mittelstufe Plus und dem neuen G 9) für die G 9-Klassen erst im Herbst kommenden Jahres stattfinden wird.

Wir danken Frau Brunner ganz herzlich für ihr Kommen und freuen uns auf die nächste Veranstaltung!

(Bodo Weitz, Koordinator für berufliche Orientierung, 14.12.2021)