Postkarte des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig

Kriege, Herrscher, Jahreszahlen. Das sind wohl die Schlagworte, die vielen spontan einfallen, wenn sie an ihren Geschichtsunterricht zurückdenken. Sicherlich spielen die ‚großen‘ historischen Ereignisse auch noch in einem modernen Geschichtsunterricht eine Rolle. Doch die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit muss tiefer greifen. Denn es geht um nichts weniger, als die Gegenwart aus ihren historischen Wurzeln zu verstehen und auf dieser Grundlage verantwortlich die Zukunft zu gestalten.

Gerade in Zeiten, in denen die Demokratie von vielen Seiten wieder in Frage gestellt wird, bedeutet historische immer auch politische Bildung, die zur Partizipation am gesellschaftlichen Diskurs befähigt. Insbesondere vor dem Hintergrund von zwei Diktaturen im Deutschland des 20. Jahrhunderts sollte jedem jungen Menschen einsichtig werden, dass Demokratie und Menschenrechte ebenso wie Frieden und Freiheit keineswegs Selbstverständlichkeiten sind, sondern historische Errungenschaften, die es immer wieder zu verteidigen gilt.

Und nicht zuletzt muss es ein zentrales Anliegen des modernen Geschichtsunterrichts sein, Schülerinnen und Schüler zu einem kritischen Umgang mit Quellen und Informationen zu befähigen, v. a. angesichts der Flut an teils seriösen Angeboten, teils aber auch Halbwahrheit bis zu Fake News, wie sie uns aus dem Internet entgegenströmt.

Aber Geschichte sollte nicht nur theoretisch vermittelt werden. Historisches Bewusstsein entsteht am deutlichsten durch Anschaulichkeit. Am JBG schlägt sich dies in einer Vielzahl an Projekten und Exkursionen nieder:

  1. Jg. Steinzeitprojekt und Exkursion zur Saalburg bei Bad Homburg
  2. Jg. Mittelalter-Tag mit besonderem Bezug zur Regionalgeschichte
  3. Jg. Exkursion zur Gedenkstätte Reichsparteitagsgelände in Nürnberg
  4. Jg. Einwöchiges politisches Bildungsprogram „Polis“ in Bad Königshofen (unter Federführung des Fachs Sozialkunde) mit Exkursion zur Gedenkstätte Konzentrationslager Buchenwald