Zweige am Johannes-Butzbach-Gymnasium

Das Johannes-Butzbach-Gymnasium bietet seinen Schülerinnen und Schülern folgende Ausbildungszweige an:

Sprachlicher Zweig

Das sprachliche Gymnasium fördert in besonderem Maß die Fähigkeit, in einer globalisierten Welt mit Menschen außerhalb des deutschsprachigen Raums kommunizieren zu können. Zudem vertieft es in einer Zeit der Textüberflutung diejenigen Kompetenzen, die es ermöglichen, das geschriebene Wort in Inhalt und Absicht präzise zu erfassen und kritisch zu bewerten. Die Fremdsprachenfolge des sprachlichen Zweiges am JBG ist Englisch – Latein – Spanisch.

In Englisch wird der bereits in der Grundschule begonnene Spracherwerb einem Niveau zugeführt, das hohen Anforderungen genügt. Die Teilnahme am Schüleraustausch mit den USA ermöglicht Erfahrungen und Erlebnisse vor Ort und steht allen Schülerinnen und Schülern am JBG offen.

Die Basissprache Latein erleichtert den Erwerb moderner Fremdsprachen erheblich, sie stärkt die muttersprachliche Kompetenz und führt in die geistig-kulturellen Hintergründe europäischen Denkens ein. Im Spiegel antiker Philosophie und Literatur werden die Fragen und Probleme des Menschen von heute kritisch betrachtet, das logische Denken wird systematisch geschult. Die für einige Studiengänge an der Universität notwendigen Stufen des Latinums können dabei erreicht werden. Exkursionen zu den Stätten der Antike wecken historisch-kulturelles Interesse.

Die Schülerinnen und Schüler können ab der 8. Jahrgangsstufe Spanisch als dritte Fremdpsrache  wählen. Spanisch ist eine der weitverbreitetsten Sprachen der Welt und Amtssprache in über 20 Ländern. Nutzt man die Synergieeffekte aus dem Erwerb der ersten beiden Fremdsprachen, besonders des Lateinischen, lernt man die neue Profilsprache Spanisch auf dem Sprachlichen Gymnasium rasch und effektiv. Individuelle Schüleraustauschprogramme ermöglichen interkulturelles Lernen.

Die dritte Fremdsprache beginnt in der 8. Klasse mit vier Wochenstunden; als weiteres Fach kommt Physik mit zwei Wochenstunden hinzu. Die erste Fremdsprache wird auf drei Wochenstunden reduziert. Ab der 9. Jahrgangsstufe wird das Fach Chemie mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Die Fächer Chemie und Physik behandeln den gleichen Grundstoff wie der naturwissenschaftlich-technologische Zweig, die Profilstunden (Chemie- bzw. Physikübungen) entfallen jedoch. Nur das Fach Informatik fehlt.

Naturwissenschaftlich-technologischer Zweig

Das naturwissenschaftlich-technologische Gymnasium vermittelt eine besonders vertiefte Einführung in die Naturwissenschaften und in die Informatik.

Die Fächer BiologieChemie und Physik wecken zunächst die Neugierde der Schüler, selbst die Natur zu beobachten, um dann Erklärungen für alltägliche Erscheinungen zu liefern. Mit Hilfe von Schülerübungen, die besonders im Profilbereich eingesetzt werden, wird eine besonders motivierende und anschauliche Form des Lernens erreicht. Die Vielfalt an experimentellen Untersuchungen fördert die Kreativität der Schüler und macht ihnen die herausragende Bedeutung des Experimentes für die naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung bewusst. Im Unterricht wird den Jugendlichen auch eine fundierte Vorstellung von der stofflichen Welt, in der wir leben, vermittelt. So entwickeln sich zwangsläufig die eigene Urteilsfähigkeit und das Bewusstsein für ein verantwortungsvolles Handeln.

Im Fach Informatik lernen die Schüler Zusammenhänge und Vorgänge aus ihrem Lebensumfeld durch Modelle präzise zu erfassen und mit dem Computer umzusetzen. Dazu werden Tabellenkalkulationssysteme, Datenbanksysteme und moderne Programmiersprachen eingesetzt, also Werkzeuge, die heute in fast jedem Berufszweig unentbehrlich sind. Fachlich werden in diesem Zweig die Grundlagen für ein erfolgreiches Studium der sogenannten MINT-Fächer gelegt, die sehr gute Berufsaussichten garantieren.

Es bleibt bei den zwei Fremdsprachen Englisch/Latein oder Englisch/Französisch. In der 8. Klasse kommt Chemie mit drei Wochenstunden hinzu. Physik wird ebenfalls mit drei Wochenstunden unterrichtet, wobei eine Stunde für Vertiefung und Übungen vorgesehen ist. Ab der 9. Klasse wird das Fach Informatik mit 2 Wochenstunden unterrichtet.

Musischer Zweig

Das musische Gymnasium setzt es sich zur Aufgabe, musikalisch begabte Kinder und Jugendliche in besonderem Maße individuell zu fördern. Das geschieht in dieser Ausbildungsrichtung durch intensiveren Musikunterricht im Klassenverband, gemeinsames Singen und das Erlernen eines Pflichtinstrumentes ab Klasse 5. Im Vordergrund steht dabei nicht nur instrumentale Einzelbetreuung, sondern auch das Mitwirken in unseren vielfältigen Vokal- und Instrumentalensembles. Durch die stärkere Akzentsetzung der Fächer Musik, Kunst und Deutsch werden die Schülerinnen und Schüler in ihrer kreativen Persönlichkeitsbildung unterstützt, was ihnen – unabhängig von ihrer Berufswahl – in allen Lebensbereichen später von Nutzen sein wird. 

Im musischen Gymnasium zählt Musik zu den Kernfächern wie Deutsch oder Mathematik. Hinzu kommt das Fach Instrumentalspiel ab der 5. Klasse, wo jeder Schüler ein Pflichtinstrument wählt, wie zum Beispiel Klavier, Violine, Cello, Kontrabass, Oboe, Trompete, Posaune, Querflöte, Klarinette oder Saxophon. Weiterhin können im Wahlunterricht zusätzliche Kurse wie Chor, Orchester, Kammermusik oder Bigband belegt werden. Für das Pflichtinstrument werden keine Grundkenntnisse vorausgesetzt. Grundsätzlich wird in der gymnasialen Schulordnung GSO in § 26 Abs. 4 gefordert, dass die Aufnahme in ein Musisches Gymnasium eine musikalische Begabung voraussetzt, „die durch die letzte Zeugnisnote im Fach Musik oder auf andere Weise nachzuweisen ist.“ Dieser Schulzweig beginnt bereits ab der 5. Jahrgangsstufe, alle anderen beginnen ab der 8. Jahrgangsstufe. Die Sprachenfolge ist Englisch und Latein.

Weitere Informationen

In allen drei Zweigen kann die zweite Fremdsprache durch Spanisch ersetzt und Chinesisch als Wahlfach belegt werden.

Die Wochenstundenzahl ist für alle Zweige in den jeweiligen Jahrgangsstufen gleich. Alle Zweige führen zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Hinweis: Kostenfreiheit des Schulwegs für Schüler, die in Bayern wohnen, wenn der Schulweg zum nächstgelegenen Gymnasium mehr als 3 km beträgt und wenn das dem Wohnort nächstgelegene Gymnasium nicht den musischen Zweig anbietet.

Weitere Informationen entnehmen Sie der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus.